Eine erotische Geschichte
Realität oder Phantasie????
Winter lag über der Stadt. Frau Holle hatte Bäume und Sträucher mit ihrer weichen weißen Decke eingehüllt. Ab und zu glitzerten durchsichtige Eiszapfen, kalt und bizarr im dämmrigen Abendlicht von den Dachrändern und Fenstersimsen. Vermummte Gestalten eilten mit schnellen Schritten durch die Straßenschluchten um alsbald der Kälte zu entfliehen.
Licht fiel aus einem der Fenster und zeichnete ein goldenes Rechteck auf den verschneiten Gehsteig.
Innen herrschte wohlige Wärme, und das Knistern des Holzes im Kamin zauberte eine heimelige Atmosphäre. Der Raum war in das warme Licht unzähliger Kerzen getaucht, ein Aroma von Orangenduft und aphrodisierender Vanille lag in der Luft.
Auf dem festlich mit ausgesuchten Köstlichkeiten liebevoll gedeckten Tisch funkelten die Gläser. Samtweicher, tiefdunkelroter Wein stand in einer Karaffe bereit.
Grazil beugte sich die Dame des Hauses über den Tisch, um sich zu vergewissern, das sie auch nichts vergessen hatte. Sie war ganz in Schwarz gekleidet, edles Tuch aus Kaschmir umschmeichelte ihren makellosen Körper. Verführerisch schmiegte sich glänzender, glatter Nylon um ihre schlanken Beine, hochhackige Schuhe mit kleinen Riemchen, die sich frech um ihre Fesseln wanden, vervollständigte das aparte Bild.
Die Flammen der Kerzen tanzten wie kleine Teufel einen wilden Reigen an den Wänden.
In ihren Augen spiegelten sich die Flammen der sexuellen Lust, als ob sie aus Ihrem Innersten herauszüngelten und alles in ihrer Nähe Befindliche restlos verzehren wollten.
lhre Finger wanderten über die frischen Feigen.
„Welche erstaunlich kleinen Säckchen, komisch dunkel, verschrumpelt und dabei so ein süßer Genuss auf der Zunge. Als Mutter Natur die Feigen erfand, war sie in Gedanken bestimmt bei Vater Natur", dachte sie.
Leckte sich dabei genüsslich über ihre perfekt geschminkten Lippen und lächelte vor sich hin.
Leise Klänge einer romantischen Serenade schwebten durch das Zimmer und vervollkommneten das harmonische Stillleben.
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