„Ja, hast du!“, flüsterte meine innere Stimme. „Das ist doch der Loverboy, wie er im Buche steht, was hast du zu verlieren?“
Während er seinen Wagen jetzt in die Box brachte, musste ich es noch machen, spürte aber, wie er mich mit seinen Blicken verfolgte, als ich meinen Einkaufswagen ebenfalls dort hinschob.
Wie schon des Öfteren, bekam ich meine Münze nicht aus dem Schlitz.
Plötzlich griff MM an mir vorbei und zog den Euro für mich raus und gab ihn mir. „Wie kommt ihr im normalen Alltag mit solchen langen Fingernägeln überhaupt zurecht? Ihr müsstet eigentlich immer eine Flachzange dabeihaben, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.“
Ich kramte in meiner Handtasche und fand kurz danach meinen Nagelknipser und zeigte ihm meine ‚Flachzange‘. „Bei Kunststoffclips geht das, nur bei Geldstücken lässt er sich nicht weit genug öffnen.“
Jetzt lachte MM laut auf: „Unsere cleveren Frauen! Ich bin stolz auf euch!“
Dabei stand er so dicht vor mir, dass ich sein Aftershave riechen konnte. Dann legte er mir eine Hand auf den Rücken und schob mich sanft in Richtung Café.
Seine Hand brannte auf meinem Rücken, noch dazu, weil sie genau dort lag, wo der Verschluss meines BHs darunter verborgen war. Ich spürte, wie MM vorsichtig die Konturen des Verschlusses abtastete, oder bildete ich es mir nur ein?
Meine Gedanken malten sich die verrücktesten Situationen aus: „Was würde ich tun, wenn er die Frechheit besitzen würde und den Verschluss durch den dünnen Stoff des T-Shirts auf flippen lassen würde? Du würdest gar nichts machen!“, sagte meine innere Stimme, „sondern ihn für seine Geschicklichkeit, loben!“
Im Café steuerte MM auf eine freie Nische zu und schob mir aufmerksam den Stuhl unter, sodass ich mich setzen konnte. Das Café bestand nur aus Nischen, die von Büschen und kleinen Koniferen umsäumt waren, die hier im Gartencenter auch gehandelt wurden.
„Was möchtest du trinken, einen Cappuccino?“, fragte Matthias. „Hier ist Selbstbedienung!“
„Ja bitte!“, sagte ich und verfolgte ihn mit meinen Blicken, wie er zum Tresen ging. Er hatte eine wirklich durchtrainierte, schlanke Figur, die bei mir einen guten Eindruck hinterließ.
Ein unvergessliches Zusammentreffen
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Ein unvergessliches Zusammentreffen
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