L'art pour l'art ...

oder von Einem der auszog die Kunst zu sehen

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L'art pour l'art ...

L'art pour l'art ...

r.fellini

Teil I

„… selbstverständlich. Ich werde mich nach meiner Rückkehr sofort darum kümmern“, spricht er in den Hörer. „Wo soll es denn überhaupt hingehen?“, echot es zurück.
„Ach, ist ja auch egal. Einfach mal abschalten und einigen Frauen mal wieder auf den Hintern schauen, was? Ha ha ha.“
„So in etwa“, antwortet er. „Und Ihnen auch noch ein schönes Wochenende. Auf Wiederhören.“
„Da wo ich hinfahren werde, schaut man nicht nur den Frauen auf den Hintern, aber das werde ich ihnen, verehrter Kunde, bestimmt nicht erzählen“, denkt er vor sich hin.
Ein Blick auf die Uhr. Halb drei. In knapp drei Stunden fährt sein Zug. Genug Zeit, um eine ausgiebige Dusche zu nehmen und einige Sachen für die Reise zu packen. Ein letzter prüfender Blick auf den Schreibtisch, ob er auch wirklich nichts vergessen hat, ein Griff an die Garderobe, der seinem Sakko gilt, und dann fällt die Bürotür ins Schloss.

Urlaub!

Ein herrlicher Septembertag. Strahlend blauer Himmel und eine sanfte Sonne spornen sein Gemüt an. Nachdem er die stark befahrene Straße überquert hat, biegt er in einen schmalen Weg ein, der geradewegs in den Park führt, den er immer durchschreitet um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen. Er lauscht dem Rascheln der Bäume und nimmt den Geruch von frisch gemähtem Rasen auf, und wagt einen übermütigen Blick auf zwei vorbeiradelnde junge Frauen, die mit sehr knappen Shorts und leichten Shirts bekleidet sind und ausgelassen kichernd an ihm vorbei fahren.
Der Hintern von der Dunkelhaarigen ist immer noch vor seinem inneren Auge, als er seine Wohnungstür aufschließt. „Es ist doch erstaunlich, wie schnell der sexuelle Appetit angeregt werden kann“, sinniert er. Zu mindestens, was den männlichen Appetit anbelangt. Bei Frauen kannte er sich da nicht aus. Auf jeden Fall kann er sich nicht daran erinnern, dass ihn mal eine Frau richtig geil oder lüstern angeschaut hat, so, wie uns Männern das gerne nachgesagt wird. Vielleicht tun sie es ja wirklich nicht oder wenn doch, dann so verhalten, dass wir Männer es nicht mitbekommen sollen, weil sie dann befürchten müssten, dass der eine oder andere bei einem solchen Blick die Frage stellen könnte: „Soll ich‘s dir besorgen?“

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schreibt Kakadu62

Ja bitte weiter erzählen! Wunderbar schöne Worte die Bilder im Kopf entstehen lassen!

Gedichte auf den Leib geschrieben