Wie würde Regines Reaktion auf meine Forderungsliste ausfallen, hatte ich mich gefragt. Ich wartete … und … wartete. Acht Wochen waren vergangen? Sollte ich mich geirrt haben? War es doch eine Erpressung gewesen und sie froh mich los zu sein? Aber dazu passte ja eigentlich die zugesteckte Visitenkarte bei unserem ersten Treffen nicht und wohl auch nicht die enormen Überschwemmungen zwischen ihren Beinen bei unseren Treffen. Gleitgel war da wirklich nicht nötig gewesen.
Ja, gut, ich hatte Katja und neuerdings auch Susanne, die mich bisweilen entsafteten, aber das mit Regine war anders gewesen … irgendwie prickelte das mehr. Eines Abends im Mai 2014 hielt ich es nicht mehr aus. Ich holte das Höschen aus seinem luftdicht verschlossen Beutel, wobei ich betrübt feststellte, dass es schon enorm an Aroma verloren hatte und holte mir in aller Gemütsruhe einen runter, während ich nebenbei darüber nachdachte, wie ich das ‚Spiel‘ wieder in Gang setzen konnte. Da fiel mir das Video ein, dass ich in Berlin in der Sauna ... Ja, das Video! Ich hatte das damals gar nicht weiter beachtet. An dem fraglichen Abend hatten wir wahrlich anderes zu tun, und danach hatte ich das schlicht aus den Augen verloren. Das musste doch noch auf meinem Handy …
Der Gedanke, dass da vielleicht noch dieses Video wäre und ich sie damit konfrontieren könnte, machte mich regelrecht euphorisch. So euphorisch, dass ich mir flap … flap … in Rekordzeit die Wurst pellte.
Gleich nach dem ich meinen Pint gesäubert und verstaut hatte, suchte ich im Medienspeicher und tatsächlich, da war es! Gar nicht mal so schlecht für von oben gefilmt und ohne zu sehen, welchen Ausschnitt man gewählt hatte. Gut, teilweise etwas verwackelt, aber ausreichend klar und gut ausgeleuchtet. Regine erst vor dem Mann, dessen stattlichen Pint reibend, teilweise mit zwei Händen, dann seitlich neben ihm, als sie merkte, dass er gleich seine Ficksahne verströmen würde. Anwichsen lassen wollte sie sich offensichtlich nicht. Und dann ging die Post ab, die ersten zwei, drei Spritzer schafften es bis hinter die Toilette, klatschten an die Wand und liefen dick und sämig an den Fliesen hinab. Die restlichen Spritzer schafften keinen Weitflug mehr und pladderten 10, 20 cm vor seinen Füßen auf den Boden. Dann war Regine ihm auch schon mit Toilettenpapier zur Hand, das gehörte zum Service. Regine war auf dem Filmchen gut zu erkennen, jedenfalls, solange sie seitlich zu dem Glückspilz stand, der an diesem Abend ganz überraschend und ohne eigenes Zutun dazu gekommen war, einen von der Palme geschüttelt zu bekommen.
Regine B. – Das Spiel beginnt erneut
Peep - Das Haus der 80 Augen
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Regine B. – Das Spiel beginnt erneut
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