Sabrina kämmt ihr Schamhaar

Vulva-Dialoge - Teil 2

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Sabrina kämmt ihr Schamhaar

Sabrina kämmt ihr Schamhaar

Anita Isiris

Sabrina stand splitternackt vor dem Ganzkörperspiegel in ihrem Schlafzimmer und kämmte sich ihr kastanienrotes Schamhaar. Weltweit gibt es wohl nur sehr wenige Frauen, die ihre Härchen da unten auf diese Weise in Position bringen. Aber der Akt an sich ist an Sinnlichkeit kaum zu übertreffen. Sabrinas schneeweiße Haut, auf faszinierende Weise mit ihrem kastanienroten Haar kontrastierend. Ihr großer, runder Hintern. Ihr entrücktes Lächeln, während sie sich auf ihre Vulva konzentrierte. Sebastian, der hinter ihr aufrecht im Bett saß, sah das wohl auch so. Er war magnetisiert. In der Zwischenzeit waren die beiden eine „Freundschaft Plus“ eingegangen, was gelegentlich eine gemeinsame Nacht einschloss. Aber es blieb dabei: Sabrina ließ sich nicht penetrieren, denn das Penetrationszeitalter war überwunden.
Zu oft waren Frauen gegen ihren Willen penetriert worden, zu oft waren sie dabei gefilmt und im Internet bloßgestellt worden. Hielt eine Beziehung trotz des Verzichts auf ein Eindringen ins weibliche Liebespförtchen, war sie nachhaltiger und eher glücklichmachend, so die Philosophie des postcoitalen Zeitalters, in dem Sabrina, Sebastian, aber auch Kahleb lebten.
Von der „Freundschaft Plus“ zwischen Sabrina und Sebastian wusste Kahleb allerdings nichts. Sebastian gelang es so auch ein wenig, den öden Job in der Landkarten-Abteilung der großen Buchhandlung, in der alle drei ihre Ausbildung absolvierten, zu kompensieren. Auf das Knutschen, Küssen und Streicheln in Sabrinas Schlafzimmer freute er sich immer um Tage im Voraus.
Die drei hielten ihre Gewohnheit bei, die Mittagspausen immer mal wieder im Harzingerwald zu verbringen. Mittlerweile hatten sie einen Flecken entdeckt, an dem sie wohl nicht einmal ein Dobermann oder ein Dackel würden aufspüren können. Gut geschützt von riesigen Tannen, eindrücklichen Farnen, und, fast das Wichtigste, verwöhnt von einem weichen, duftenden, dicht bemoosten Waldboden, auf dem sie sich bedenkenlos ihren Spielchen hingeben konnten.
Kahleb fiel es allerdings immer schwerer, Sabrina mit seinem Buchhändlerkollegen zu teilen und auf ein Penetrieren zu verzichten. Er hatte Sabrinas nacktes Geschlecht oftmals so nahe vor sich, wenn sie sich den beiden Freunden präsentierte, dass ihn das an den Rand der Verzweiflung trieb. Aber so waren nun mal die Spielregeln, die vor allem Sabrina festgelegt hatte. „Nur spielen. Keine Penetration.“

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