Violette ließ dann ihre Fantasie auf Reisen gehen und überlegte, mit wem sie wohl zu solch später Stunde sprachen. Leider war die Entfernung zu groß, um die Mimik zu erkennen, die vielleicht verraten hätte, ob die beobachtete Person mit einem anderen Nerd ein technisches Problem erörterte oder mit ihrer amourösen Beziehung heißen dirty talk führte. Also stellte sich Violette einfach vor, was ihr gerade in den Sinn kam. Die langhaarige Blondine, deren Finger gerade im Reißverschluss ihrer Jeans verschwanden, berichtete ihrem Lover vermutlich von den erregenden Gefühlen, die sich gerade in ihrem Slip breit machten. Vielleicht war sie aber auch eine professionelle Telefonsexanbieterin, wer weiß?
Die attraktive Frau mittleren Alters, die an einem gedeckten Esstisch saß, hatte ihre Brüste entblößt und ließ sich von dem Herrn im grauen Anzug befingern, nachdem sie offensichtlich ihr Dinner genossen hatten. Sie standen auf, küssten sich leidenschaftlich, während die Frau den Schwanz ihres Partners aus seinem Hosengefängnis befreite. Sie glitt abwärts, bis ihre Lippen das Objekt ihrer Begierde erreichten. Nach seiner Reaktion zu urteilen, sorgte die Barbusige gerade für den Blowjob seines Lebens.
Violette liebte solche Szenen, was oft genug dazu führte, dass sie selbst Hand an sich legte. Es gab einige Fenster, hinter denen sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit anregende Szenen abspielten. Da war etwa der schwarz gelockte, gut gebaute Mann um die Dreißig, der montags bis freitags zuverlässig gegen 19 Uhr seine Wohnung betrat, sich vollständig entkleidete, in der Küche Eiswürfel in ein Whiskyglas gab und aus einer eckigen Flasche eine goldene Flüssigkeit - vermutlich Whisky - darüber goss. Mit dem Glas in der Hand stellte er sich dann nackt, wie er war, an sein Fenster und prostete einer imaginären Person in Violettes Haus zu. Emilio, wie sie ihn getauft hatte, war schlank und durchtrainiert und verfügte über einen ansehnlichen Penis, den er offensichtlich gerne zur Schau stellte. Wenn er sich an einem erotischen Gegenüber aufgeilte, streichelte er sein bestes Stück, bis sich dieses in bester Kampfbereitschaft befand. Manchmal kam es Violette so vor, als inszeniere er diese kleine Show ausschließlich für sie. Bisher hatte er sich allerdings immer noch verkniffen, quasi vor Publikum zu masturbieren, was Violette durchaus gefallen hätte. Eines Freitagabends hatte sie beschlossen, mit Emilio eine Art Dialog zu beginnen und sich ebenfalls auszuziehen. Mal sehen, was daraus würde.
Violette und die Glasfassade
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Violette und die Glasfassade
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Schade…
schreibt HansG