Die Vulva-Dialoge spielen in einer Zeit, in der sich die Menschheit von penetrativem Sex verabschiedet hat. Zu allgemein verfügbar waren sie geworden, all die virtuellen Spielereien, in denen Mann das weibliche Liebesloch mit seinem Schwanz bis ins letzte Detail erkunden konnte. Und wer das tat, galt ohnehin als reaktionär und konservativ, denn schon fast gar vor Jahrzehnten hatte der Anus die Vagina als Hort männlicher Freuden abgelöst. Allerdings ... wenn die Frauen in all den damaligen Pornofilmen schrien, taten sie es leider oftmals nicht aus Lust, sondern aus Schmerz. Denn die Evolution hat dem Anus andere Aufgaben zugedacht, als gerammelt zu werden. Es fehlen schlicht die dehnbaren, elastischen Muskelschichten einer angenehm feuchten Vagina. Wer jetzt empört aufschreit, dem sei gesagt, dass dem Analverkehr, wenn in beiderseitigem Einverständnis, sicher auch gewisse positive Aspekte abzugewinnen sind, zum Beispiel, wenn sorgfältige Vorbereitungen ins Liebesspiel mit einbezogen werden. Aber darum geht es in den Vulva-Dialogen nicht. Wir unterhalten uns nicht mit dem Anus, sondern mit der Vulva.
Als die Abkehr der Menschheit von penetrativem Sex stattgefunden hatte, setzte bei Millionen von Frauen ein neues Körpergefühl ein. Sie schämten sich nicht mehr für die „Lücke“ zwischen ihren Beinen, wie dieser magische Bereich auch schon umschrieben wurde, sondern sie zeigten sie gar freimütig her, die Lücke, die Vulva, die Muschi.
Diese bemerkenswerte Entwicklung hatte bereits in den Jahren um 2020 stattgefunden; viele Frauen fanden schon damals nichts mehr dabei, ihre Mumu im Internet freimütig herzuzeigen. Nein, wir reden hier nicht von besser oder schlechter bezahlten Nutten, sogenannten Schlampen ohne Ehr und Würde. Wir reden von vollkommen normalen, zumeist jungen Frauen, Studentinnen oft, Schülerinnen gar, Schuhverkäuferinnen, Krankenschwestern und Bäckerinnen. Wir reden von all jenen, die auf OnlyFans bedenkenlos das herzeigten, was ihre Zwischenschenkellandschaft ausmacht. Zuweilen allzu detailreich, allzu nah aufgenommen bis hin zum allerletzten Pickel zeigten sie sie her, ihre hübschen Labien, und sie zeigten sie absolut allen. Dem einsamen Rentner vor seinem aus China importierten Tablet, den grölenden Jungs an Männerabenden, die die gespreizten Frauen an die Wand beamten und sie mit Bier befeierten, Häftlingen, die ihr Handy pro Monat eine Stunde lang nutzen durften. Und, klar, die Frauen zeigten sich auch Liebespaaren, von denen die Frau vorgab, eine mit einem Dildo oder einem Sybian penetrierte Muschi geil zu finden, aber wenn sie ehrlich zu sich waren, die Frauen, fanden sie es nur geil, dass ihr Stecher geil wurde. Denn viele Frauen können mit erregten Frauenkörpern nicht allzu viel anfangen.
Vulva-Dialoge
Vulva-Dialoge - Teil 1
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